Herzratenvariabilität - Naturheilpraxis Zöltzer

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Herzratenvariabilität

Diagnose
Herzratenvariabilitäts - Messung mit Nilas MV

Unser Herz bildet sich als erstes Organ in der sechsten Schwangerschaftswoche und schlägt für den Rest unseres Lebens. Unser Herzschlag ist nicht regelmäßig. Das Herz muss sich ständig den Umgebungsbedingungen anpassen, z. B. bei Stress oder körperlicher Tätigkeit, aber auch im Schlaf oder in Entspannungsmomenten. Selbst unsere Gedanken und Emotionen beeinflussen unseren Herzschlag, in Echtzeit. Diese Anpassungsprozesse drücken sich in der Herzratenvariabilität bzw. Herzfrequenzvariabilität aus.

Konkret gibt unser Sinusknoten als „Schrittmacher“ des Herzens einen regelmäßigen Herzrhythmus vor. Je nach Bedarf wird dieser jedoch über unser Hormon- bzw. Nervensystem angepasst, d. h. moduliert. Dieser Anpassungsprozess ist lebenswichtig. Eine geringe Herzratenvariabilität deutet auf einen erheblich schlechteren Gesundheitszustand hin als eine hohe (d. h. flexible) Herzratenvariabilität. Eine HRV-Messung gibt deshalb anhand von verschiedenen Auswertungsparametern Aufschluss über die Fähigkeit eines Organismus, den täglichen Anforderungen gerecht zu werden, über die Höhe des Stresslevels, die Gesundheitsprognose uvm.

Im Zusammenhang mit der Herzratenvariabilität (HRV) spricht man auch von der „Regulationsfähigkeit“ eines Organismus. Was man als „Selbstheilungskräfte“ bezeichnet, ist im Grunde Selbstregulation. Ist diese Regulationsfähigkeit gestört, entstehen in einem Drei-Phasen-Modell der Krankheitsentstehung aus den Regulationsstörungen zunächst Funktionsstörungen und dann Krankheiten. Eine HRV-Messung ist daher eine Möglichkeit, Störungen bereits frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls die Regulationsfähigkeit zu unterstützen und so der Entstehung von Krankheiten vorzubeugen.

Nilas MV misst 300 Herzschläge und wertet deren Herzfrequenzvariabilität automatisch aus. Mittels mathematischer Algorithmen können aus dieser ca. 5 Minuten dauernden Messung mehr als 50 Auswertungsparameter berechnet werden. Dabei unterscheidet man zwischen zeitlichen Auswertungsmodellen („Time-Domain“), bei denen z. B. die Abstände zwischen zwei EKG-Zacken („RR-Zacken“) berechnet werden, sowie Auswertungen der Frequenzbänder bzw. Spektralanalyse („Frequency Domain“). Langsame Schwingungen/ Frequenzen stehen in Verbindung mit der Aktivität des Sympathikus, des „Gaspedals“ unseres vegetativen Nervensystems. Schnelle Frequenzen entsprechen der Tätigkeit des Parasympathikus, der „Bremse“, die den Herzschlag nach Aktivität oder Stressbelastung wieder herunterbremsen soll. Verschiedene Algorithmen ermitteln dabei z. B. Standardabweichungen aller gemessenen Herzschläge oder den Prozentsatz an Intervallen die mindestens 50 ms vom vorausgegangenen Intervall abweichen.

Nilas MV wertet zusätzlich einen weiteren Faktor der Herzratenvariabilität aus: die fraktale Dynamik des Nervensystems. Dieses nicht-lineare Verfahren basiert auf der Chaostheorie (d. h. der evidenzbasierten Untersuchung multivariabler, nichtlinearer und nichtperiodischer Systeme) und der Fraktalmathematik (Untersuchung von selbstähnlichen, sich wiederholenden Strukturen innerhalb der Herzfrequenzvariabilität). Dies ermöglicht es uns, mit einer fünfminütigen HRV-Messung so komplexe Werte zu erhalten wie z. B. die Meridianfunktion.

Ähnlich wie bei der Pulsdiagnostik aus der chinesischen oder indischen Medizin erhält man weitere Informationen über den energetischen Zustand des Organismus.

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